Faire Bezahlung

Smart Genossenschaft für Soloselbstständige

Knapp vier Prozent aller Erwerbstätigen in Deutschland arbeiten als Soloselbstständige. Sie lieben ihre Freiheit, gleichzeitig aber fehlt ihnen oftmals eine gute Absicherung – gegen Risiken wie unregelmäßige Einnahmen, bürokratische Hürden und Altersarmut. Um diese Lücke zu schließen, gründeten Magdalena Ziomek und Alicja Möltner gemeinsam mit anderen Überzeugten vor gut zehn Jahren die Smart Genossenschaft. Von ihrem Büro in Berlin aus bieten sie den Mitgliedern die Möglichkeit, ihre selbstbestimmte Arbeitsweise mit der klassischen Anstellung zu kombinieren.

Mit der Anstellung in der Genossenschaft verschwinden solche Hürden. Möglich ist das für all jene, die freiberufliche oder gewerbliche Dienstleistungen erbringen, ohne jeoch eine Zulassung zu benötigen. Als Arbeitnehmer*innen der Smart eG sind sie sozialversichert und bekommen ein Gehalt, das sich an ihrer Auftragslage orientiert. Die Akquise liegt auch weiterhin in der Verantwortung der Mitglieder und diese verhandeln auch die Verträge mit ihren Kund*innen. Was jedoch entlastet: Das Verwaltungsteam der Genossenschaft schreibt die Rechnungen und mahnt säumige Kund*innen. Ebenso werden Steuern und Sozialabgaben abgeführt.

Die Gegenleistung: Die Genossenschaft behält 9 Prozent der Nettoeinnahmen jedes Mitglieds ein. Beim Eintritt kaufen die Mitglieder für 50,00 Euro einen Anteil an der Genossenschaft. Sämtliche Gewinne verwendet die Gemeinschaft für die Erweiterung ihrer Angebote. So ermöglicht sie, was sich ihre Mitglieder als Einzelne nicht ohne Weiteres leisten könnten. 

Weitere Informationen gibt es unter Home - Smart Genossenschaft

BNE: Hobby oder Beruf? Artikel ökopädNEWS 2024

Faire Bezahlung freiberuflicher BNE- Pädagog*innen

Am 17. November 2021 fand in der KulturKapelle im Wilhemsburger Inselpark ein Workshop "Faire Bezahlung freiberuflicher BNE-Pädagog*innen. Ehrenamt oder Beruf? Wie kann ich von meiner Arbeit leben?" statt. Dabei handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung der ANU - LV Hamburg/Schleswig-Holstein e.V. -, dem Lernort KulturKapelle und der S.O.F. Save Our Future-Umweltstiftung. Es ist kein Geheimnis - und im Zuge der Corona-Pandemie ist es noch einmal ganz deutlich zutage getreten: Das Honorar und die beruflichen Realitäten freiberuflicher BNE-Pädagog*innen sind häufig prekär. Die Bezahlung ist meist nicht ausreichend, um das Auskommen der Betroffenen zu gewährleisten - so erfüllend und sinnstiftend die Tätigkeit auch ist. Der Workshop richtete sich deshalb explizit an die betroffene Zielgruppe der freiberuflichen BNE-Pädagog*innen. Sie erhielten die Möglichkeit zum offenen Austausch über die eigenen Erfahrungen, über Frust und über Strategien im Umgang mit diesen Lebensrealitäten. Der Workshop diente aber auch zur Ermutigung, sich für eine angemessene Honorierung stark zu machen. Der Workshop ist ein erster Schritt, um Transparenz zu gezahlten Honoraren in verschiedenen Kontexten (Förderrichtlinien, Schule, Behörden, Bildungszentren, Stiftungen, Vereine etc.) herzustellen. Im Vorfeld der Veranstaltung zeigte sich, dass der Bedarf bei den freien Referent*innen sehr hoch ist und dass auch von Seiten der Institutionen reges Interesse an dieser Thematik besteht. Die Ergebnisse des Workshops sind den beiden PDF-Dokumenten zu entnehmen.

Ergebnisse des Workshops