In der Bildungspraxis wird bestimmten Wissensformen mehr Legitimität zugeschrieben als anderen. Zahlreiche Lehr- und Lernmaterialien schreiben stereotype Bilder und kolonial- rassistische Denkmuster fort und bilden die Grundlage für Diskriminierung. Wissen ist deshalb nicht neutral. Es entsteht in historischen, politischen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen – und prägt, wie wir die Welt sehen, fühlen und gestalten. Doch wessen Wissen gilt als "wahr"? Wessen Perspektiven werden gehört – und wessen verdrängt?
Im Transformativen Lernen ist es besonders wichtig, unterschiedliche Perspektiven sichtbar zu machen, marginalisierte Wissensformen ernst zu nehmen und Räume zu eröffnen, in denen Vielfalt nicht nur benannt, sondern methodisch verankert wird. Auf dieser Grundlage wollen wir Utopien entwickeln, die bestehende Wissenshierarchien durchbrechen. In unserer zweiteiligen Online-Reihe möchten wir diesen Aspekten nachgehen. Sie verbindet kritische Reflexion mit der Vermittlung und praktischen Erprobung von Methoden für die eigene Bildungsarbeit. Die Veranstaltungen können einzeln oder zusammen besucht werden.
Veranstalter: Erd-Charta
Termin: 6. und 21. Mai 2026, online über Zoom, den Zugang erhaltet ihr nach Anmeldung
Erster Termin: Mittwoch, 6. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr Global gerechte BnE braucht Diskriminierungssensibilität!
Zweiter Termin: Donnerstag, 21. Mai 2026 von 10 – 13 Uhr Wie wollen wir gelebt haben? – Utopien in der Bildungsarbeit
Referent*innen: Nora Peulen und Nele Sander, Konzeptwerk Neue Ökonomie
Kosten: Teilnahmebeitrag zwischen 10 – 60 Euro. Wir möchten allen Menschen die Teilnahme ermöglichen. Bitte prüft, welcher Betrag für Euch möglich ist.
Weitere Infos zu beiden Veranstaltungen und Anmeldung unter: https://erdcharta.de/veranstaltung/wessen-wissen-zaehlt-machtkritische-methoden-in-der-bildungsarbeit/