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Bonner Erklärung verabschiedet

Rund 500 Teilnehmende, darunter Bundesministerin Wanka, als Verteterin des federführenden Ministeriums für Bildung und Forschung, trafen sich Ende September in Bonn im ehemaligen Bundestag, um ein Fazit aus der BNE-Dekade zu ziehen.

Bei der Tagung „UN-Dekade mit Wirkung – 10 Jahre ´Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland´" war auch die ANU mit mehreren Beiträgen vertreten: Im Plenum gab ANU-Vorsitzende Annette Dieckmann ein kurzes Statement zu zukünftigen Aufgaben und betonte die Notwendigkeit von Ressourcen für strukturelle Verankerung von BNE, die weiterzustärkende globale Dimension im Bereich Umwelt sowie das Thema Natur und Glück in der BNE. Sie wurde außerdem von Prof. De Haan für die zehnjährige Tätigkeit in Nationalkomitee und Jury geehrt, in der über mehr als 3000 Anträge auf Auszeichnung von Projekten oder Kommunen entschieden wurde. Als ANU-VertreterInnen aus den Landesvorständen wirkten z.B. Marion Löwenfeld, Hans-Martin-Kochanek, Caroline Fischer, Birgitt Fitschen oder Michael Schlecht sowie Jennifer Gatzke, Koordinatorin von "Hessische Bildungsinitiative Nachhaltigkeit“ der ANU Hessen, mit und leiteten Workshops oder gaben Impulsbeiträge aus ihrer Praxis.

Die von allen Teilnehmenden verabschiedete „Bonner Erklärung 2014“ greift die Planungen der UNESCO für ein Weltaktionsprogramm ab 2015 auf. Annette Dieckmann vertrat die Zivilgesellschaft im Redaktionsausschuss, der noch bis kurz vor Schluss Ergänzungen zum Text annahm. Die Endfassung der Erklärung konnte so noch um viele substanzielle Aussagen bereichert werden. Der Text greift in den abschließenden Empfehlungen die prioritären Handlungsfelder des Weltaktionsprogramms auf und schlägt u.a. die stärkere ressortübergreifende Arbeit der staatlichen Institutionen und die durchgehende Verankerung von BNE in Aus- und Fortbildung von Lehrenden vor. Bildungseinrichtungen sollen für ihren nachhaltig-vorbildlichen Betrieb Indikatoren entwickeln. Alle Akteure sind gefragt, jungen Menschen mehr Mitsprache und freie Lernräume und - wo möglich - Budgetverantwortung für eigene Projekte zu bieten. Auf der lokalen Ebene soll die Idee der Bildungslandschaften weiterentwickelt und die „lokalen Verbünde sollten mit angemessenen Strukturen und Ressourcen ausgestattet und in überregionale Netzwerke eingebettet werden“. Auf den Bezug zu Inhalte wie Klimaschutz oder dergleichen hat die Erklärung verzichtet. Und letztlich wurde das Bild des Jahresmottos „Brücken in die Zukunft“ in Bonn hinsichtlich der konkreten Zukunft kaum deutlich. Die Ministerin, die erfreulicherweise ihre finanziellen Ankündigungen bekräftigte, setzte gleichwohl einen inhaltlichen Akzent und vermerkte, dass sie die Sicherung des Wohlstands in Deutschland gefährdet sieht, wenn nicht mehr als bisher auf Risikotechnologien gesetzt und auch dadurch WissenschaftlerInnen im Land gehalten würden.

Eine ausführliche Dokumentation durch die Deutsche UNESCO-Kommission, die die Tagung gemeinsam mit dem BMBF veranstaltet hatte, ist in Vorbereitung.

Weiterführende Informationen:

www.bne-portal.de

ökopädNEWS der ANU: www.umweltbildung.de/7143.html