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Museum August Kestner

Die Ausstellung ist bis zum 13. März 2022 zu sehen im Museum August Kestner, Trammplatz 3 in Hannover. Die Deutschen konsumieren mehr Kleidung als je zuvor. Wir können es uns leisten, denn Kleidung wird immer billiger. Mit kleinen Preisen, wöchentlich neuen Kollektionen und breit gestreuter Werbung konkurrieren die großen Modekonzerne um die höchsten Verkaufszahlen. Aber wie ist es möglich, immer schneller und billiger zu produzieren?

Die Prinzipien der modernen Textilindustrie werden unter "Fast Fashion" zusammengefasst. Diese hat jedoch viele Schattenseiten. Leidtragende sind die Näher*innen in den Textilfabriken und die Umwelt - insbesondere in Südost-Asien.  

Gleichzeitig bewegt das Thema Mode immer mehr Menschen und insbesondere junge Leute, die mit ihrem eigenen Lebensstil einen Beitrag zu Nachhaltigkeit und Klimaschutz leisten möchten.  

Die Ausstellung use-less steht für "Slow Fashion" und zeigt in anschaulicher und spannender Weise alternative Strategien für die globale Textilindustrie auf. Diese sind geprägt von einem schonenden Umgang mit Ressourcen und Umwelt und einem respektvollen Umgang mit den Arbeitnehmer*innen. Es wird gezeigt, wie Mode langlebig, ressourcensparend und schön gestaltet werden kann. Interaktive Stationen laden dazu ein, selbst kreativ zu werden. Ergänzt wird die Ausstellung durch einen Blick auf den Umgang mit Textilien in der Antike. Ausstellungsstücke des Museums bieten erstaunliche Erkenntnisse über frühe ressourcenschonende und intelligente Lösungen.

Die Ausstellung use-less ist vom 31. Oktober 2021 bis 13. März 2022 im Museum August Kestner zu sehen. Sie wird präsentiert von Museum August Kestner, Hochschule Hannover - Studiengang Modedesign -, Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro der LHH und Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt im Haus kirchlicher Dienste.

Es gibt ein breit gefächertes Begleitprogramm mit öffentlichen Veranstaltungen.

In Verbindung mit dem Besuch in der Ausstellung können Klassen von weiterführenden und berufsbildenden Schulen verschiedene Bildungsprogramme des Museums August Kestner und der Arbeitsvereinigung Arbeit und Leben Niedersachsen e.V. wahrnehmen. Für die Vor- oder Nachbereitung des Museumsbesuchs – aber auch unabhängig davon – können die Unterrichtsangebote des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros gebucht werden, die in der Schule stattfinden. Lehrkräfte können an zwei Fortbildungen „Fashion for Future?“ des Fachbereichs Didaktik der Geographie der Leibniz Universität teilnehmen. Und das Kommunale Kino zeigt im Rahmen der KinoSchule die Filme „Made in Bangladesh“ und „The True Cost“, bei denen es um die Herstellung von Textilien und deren Auswirkungen auf Mensch und Umwelt geht. 

Weitere Informationen gibt es unter www.useless-ausstellung.de.